Regionalpanel in Winzer: Befragungsstart    
       
 

Um was geht es bei der Befragung?
Im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanzierten Projektes Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ) soll mit dem Regionalpanel ein neues Beobachtungsinstrument zur Entwicklung von Zusammenhalt in deutschen Kommunen erstellt werden. Beim Regionalpanel werden in einer Längsschnitterhebung rund 50.000 Bürgerinnen und Bürger in 12 Kommunen der Bundesrepublik online und postalisch zu Themen des gesellschaftlichen Zusammenhalts befragt werden. Neben allgemeinen Angaben zur Verbindung mit der Region thematisiert der Fragebogen auch die aktuelle Situation in der Pandemie sowie den Umgang der Gesellschaft mit Migrantinnen und Migranten.

Beim Regionalpanel handelt es sich um ein Kooperationsprojekt der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, der Leibniz-Universität Hannover, der Universität Bielefeld und des Soziologischen Forschungsinstitutes an der Georg-August-Universität Göttingen. Für die Koordination der Befragung am Standort Bayern wurde das Institut CENTOURIS der Universität Passau beauftragt. Die erste Befragungswelle startet Ende Februar 2021.
 

Was erhalten Kommunen durch eine Beteiligung am Regionalpanel?
Die beteiligten Kommunen erhalten die Möglichkeit, zweijährlich selbstgewählte Fragen, die die jeweilige lokale Gesellschaft betreffen, in die Befragung einzubringen. Auf Wunsch gibt es eine Beratung bei der methodischen Gestaltung dieser Fragen. Kommunen bekommen kostenlos kleinteilige, bis auf gemeindeteilebene repräsentative Daten zur Entwicklung sozialen Zusammenhalts. Auf Wunsch werden die gemeindespezifischen Daten kommunalen Entscheidungsträgern interpretierend vorgestellt. Wir stehen gerne auch für öffentliche Präsentationen zur Verfügung.

   
       
       
     

Bevölkerungsbefragung zum gesellschaftlichen Zusammenhalt:
Wie wohl fühlen sich die Bewohnerinnen und Bewohner von Winzer in ihrer Nachbarschaft?

Zugang zu Bildung und Kultur, Einstellungen zu Werten und Traditionen und Aspekte des nachbarschaftlichen Zusammenlebens:
Der Markt Winzer und das Institut CENTOURIS der Universität Passau führen in Kooperation mit dem Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ) gemeinsam eine großangelegte Umfrage durch.

3.000 zufällig ausgewählte Einwohnerinnen und Einwohner er
halten die Möglichkeit, Ihre Einschätzung zum sozialen Miteinander in Winzer mitzuteilen. Das Projekt ist Teil einer deutschlandweiten Befragung, in der rund 50.000 Menschen aus verschiedenen Bundesländern befragt werden.

Die Bandbreite der Fragen ist hierbei vielfältig: Fehlt es an wichtiger Infrastruktur vor Ort?
Welches Verhältnis haben die Einwohnerinnen und Einwohner zu den Menschen in ihrer Nachbarschaft?
Und welchen Einfluss nimmt die gegenwärtige Coronasituation auf das Vertrauen gegenüber anderen wie den Medien und dem Staat?

„Gerade in diesen besonderen Zeiten ist es wichtig, die Meinungen in der Bevölkerung zu diesen Themen sichtbar zu machen und ernst zu nehmen“, sagt Dr. Stefan Mang, Geschäftsführer des Instituts CENTOURIS der Universität Passau.
„Wir freuen uns, zusammen mit dem Markt Winzer und unseren wissenschaftlichen Projektpartner FGZ diesen Fragen im Detail nachzugehen.“

Von den Antworten erhoffen sich die Forschenden und die Stadt konkrete Hinweise darauf, wie sich Winzer noch lebenswerter gestalten lässt und in welchen Bereichen es lokal besondere Herausforderungen zu meistern gibt.

„Über diese umfassende Befragung haben die Bürgerinnen und Bürger aus dem gesamten Gemeindegebiet die Chance, ihre Erfahrungen und Eindrücke zum gesellschaftlichen Zusammenhalt in Winzer zu schildern. Dieses Thema betrifft uns alle gleichermaßen. Daher hoffe ich auf großes Interesse und eine hohe Beteiligung“, sagt Jürgen Roith, 1. Bürgermeister des Markts Winzer.  

Bundesweit werden rund 50.000 Menschen aus zwölf Kommunen in Bayern, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen befragt. Zu den ausgewählten Orten gehören neben Winzer auch Großstädte wie Ingolstadt, Hannover und Magdeburg sowie mittelgroße Städte wie Passau.
Die zufällig ausgewählten Personen erhalten in den nächsten Tagen eine postalische Einladung zur Teilnahme an der Befragung. Diese ist selbstverständlich freiwillig, anonym und erfolgt nach den Vorgaben der Europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) ausschließlich zu wissenschaftlichen Zwecken. 

Das Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ) ist ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördertes Institut, das in zehn verschiedenen Bundesländern angesiedelt ist und die regionale Vielfalt gesellschaftlichen Zusammenhalts in Deutschland in den Blick nimmt. Zusammen werden die mehr als 100 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus verschiedenen Disziplinen mit empirischen Untersuchungen und großangelegten Vergleichen praxisrelevante Vorschläge erarbeiten, die dazu beitragen, gesellschaftlichen Herausforderungen der Gegenwart zu begegnen.

 

Weitere Informationen und Kontakt:
Dr. Stefan Mang
Institut CENTOURIS
Tel. +49 851 509 2140
E-Mail:
stefan.mang@uni-passau.de

Susanne Dierl, M.A.
Institut CENTOURIS
Tel.: +49 851 509 2186
E-Mail:
susanne.dierl@uni-passau.de

www.centouris.uni-passau.de

   
       26.02.2021